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Vergleich 2,8/300 mit 1,4 Ext und 4,0/400 DO

Äußerer Eindruck:

Packt man die beiden Objektive aus ihrem "Canon-Schminkköfferchen" aus, scheine sie in etwa gleich groß zu sein. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass das 2,8/300 noch ein paar cm größer ist und dass es vor allem im Mittelteil noch etwas dicker ist als das 4,0/400 DO. Gleich beim herausholen aus dem Koffer bemerkt man den nächsten Unterschied der beiden Objektive: Das höhere Gewicht (ca. 0,5kg) des 2,8/300ers.

 

Hier die Maße im Überblick:

 

Objektiv 2,8/300 L IS 4,0/400 DO
Gewicht 2550g 1940g
Länge 252mm 232
Durchmesser 128mm 128
Naheinstellgrenze 2,5m 3,5m

Beide Objektive sind, wie bei der Preislage auch nicht anders zu erwarten, astrein verarbeiten und wirken sehr solide.

 

 

 

 

 

Im Einsatz

Bei der Benutzung der beiden weißen Riesen fällt, wie vorhin beim Auspacken erwähnt, sofort das angenehm leichte Gewicht des DO auf. Mit unter 2kg lässt es sich auch Freihand ohne weiteres über einen längeren Zeitraum einsetzten. Das 2,8/300 IS mit seinen 2,5 kg in Verbindung mit dem 1,4 Ex lässt sich auch noch freihändig einsetzten, doch nach einer Weile werden die Arme doch schon mal schwerer, so dass das Mehrgewicht schon auffällt. Daher ist es sinnvoll, wenn man nicht gerade gut trainiert ist, sich mit einem Einbein bei einem Einsatz über mehrere Stunden das Arbeiten mit beiden Objektiven zu erleichtert.

Trotzdem mach die Arbeit mit beiden Objektiven viel Spass. Bei beiden Objektiven lässt sich der AF-Bereich begrenzen, wobei man bei dem DO nur zwischen 3,5m bis Unendlich bzw. 8m bis Unendlich unterscheiden kann. Beim 300er gibt es drei Bereiche: 2,5m bis Unendlich - 2,5m bis 6,4m - 6,4m bis Unendlich. Beide Objektive sind mit AF-Stoptasten im vorderen schwarzen Ring ausgestattet, womit sich der AI-Servo stoppen lässt. Ebenfalls bei beiden vorhanden ist der Bildstabilisator mit Modus 1 und 2. Das 300er wartet noch mit einer weiteren nützlichen Funktion auf: Dem Focus-Preselect - damit lässt sich eine bestimmte AF-Entfernung im Objektiv einspeichern und mit einer Drehung des Focus-Preselect-Ringes kehrt der AF jederzeit wieder auf diese Einstellung zurück.

 

Im Einsatz arbeitet der AF sowohl beim 2,8/300er mit 1,4 Ex als auch beim 400 DO treffsicher und zügig, so dass er sich auch gut für die Fotografie von bewegten Objekten eignet. Ein Unterschied lässt sich nur schwer feststellen. Das 2,8/300 ohne den Extender ist jedoch merklich etwas schneller. Nähere Tests der AF-Geschwindigkeit werden im Frühjahr mit Beginn der Flugvorführungen nachgeholt.

 

Bildqualität

 

Auf den ersten Blick lässt sich zwischen dem 4,0/400 DO und dem 2,8/300 IS mit aufgesetztem 1,4 Ex keine wesentlichen Qualitätsunterschiede erkennen. Auch bei Offenblende sind sie super scharf.

Hier noch ein paar kurze Testfotos (100%-Crop ohne Nachbearbeitung bzw. Nachschärfen), qualitativ nicht besonderes:

4,0/400 DO, f 4

2,8/300 IS + 1,4 Ex; f 4

4,0/400 DO, f 5,6

2,8/300 IS + 1,4 Ex; f 5,6

 

Fazit

Beide Objektive - sowohl das 4,0/400 DO als auch das 2,8/300 IS mit 1,4 Ext sind absolute Traumobjektive mit toller Abbildungsleistung (schon bei Offenblende) und schöner Freistellung, wobei natürlich das 2,8/300 ein bißchen mehr Flexibilität bietet, da es ohne Extender eine beeindruckende Lichtstärke bietet und der Abstand zum fotografierten Objekt nicht ganz so groß sein muss. Durch die größte Blende von 2,8 lässt es sich auch noch bei Hallensportveranstaltungen einsetzen (allerdings nur ohne Extender). Bei dem 4,0/400 DO fällt zeitweise die hohe Naheinstellgrenze von 3,5m negativ auf.

 

 

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© by Tom Finke 2009