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Wer kennt ihn
nicht den großen undurchsichtigen Dschungel von 2- und
3-Wege-Neiger, Kugelköpfen, Schnellkupplungen usw. Das Angebot ist
riesig und man weiß gar nicht, was man so genau kaufen soll. Auch
ich stand vor so einer Kaufentscheidung – ich wollte einen Kopf für
meine 1D Mark III und einem 4,0/400 DO, der aber auch mal in Zukunft
für ein 500er reichen soll. Da ich gerne Tierfotos und hier vor
allem Flugaufnahmen machen wollte, sollte es ein Kopf sein, bei dem
man ohne großen Aufwand das Objektiv schwenken kann. Bei meiner
Suche im Internet stieß ich relativ schnell auf zwei Traumköpfe –
dem Nillkopf von Dietmar Nill und dem Wimberley Head aus Amerika.
Beide sind geniale Konstruktionen bei denen sich das Objektive
jederzeit schwenken lässt, ohne das man erst eine Arretierung lösen
muss – also ideal für meine Belange, gerade bei der
Wildlifefotografie, in der man meist nicht besonders viel Zeit für
eine Aufnahme hat. Aber sie haben auch einen großen Nachteil – sie
kosten beide über 600 € und dazu kommt dann noch eine
Schnellwechselplatte. Bei meiner Recherche über die beiden Produkte
stieß ich dann in einem Forum noch auf einen anderen Kopf – den
Telebügel 393 von Manfrotto. Also schnell auf die Seite von
Manfrotto und unter Stativköpfen geguckt – Fehlanzeige. Erst über
die Suchfunktion ließ sich der Telebügel auf der Manfrottoseite
finden. Auch bei Bogen Imaging – dem deutschen Manfrotto Distributor
findet man ihn nur schwer und zwar unter Zubehör für
Einbeinstative!! Von der Konstruktion her ist er dem Nill-Kopf sehr
ähnlich. Optisch ist er zwar nicht ganz so schön wie der Nill-Kopf –
er ist mehr einfach gehalten, aber sein großer Vorteil liegt im
Preis: Er kostet lediglich 170 €. Für jemanden wie mich, der erst
einmal in die Wildlifefotografie reinschnuppern wollte also genau
das richtige. Auch das Zubehör ist klasse. Im Lieferumfang sind
nämlich neben dem Telebügel noch eine große Wechselplatte und
jeweils 2 x 1/4 und 3/8-Zoll-Befestigungsschrauben für das Objektiv.
Auch im
Praxiseinsatz hat sich der Telebügel mittlerweile bewährt. Einmal
richtig eingerichtet, ist das Objektive ausbalanciert und lässt sich
ohne große Anstrengungen in alle Richtungen schwenken. Und das Gute
dabei ist, man muss dafür keine Schraube lösen. Auch von der
Stabilität her lässt der Telebügel keine Wünsche offen. Alles in
allem also ein toller Kopf für lange Brennweiten im Wildlifeeinsatz
und das für gerade einmal 170 €.


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