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Review zur Canon EOS 1d Mark IV
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Äußerer Eindruck:
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Äußerlich
gleicht die 1d Mark IV auf den ersten Blick ihren Vorgängern.
Gegenüber der 1d Mark III hat sich auch bei der Anordnung der
Schalter und Knöpfe nichts geändert. Leider hat man einen Nachteil
der Mark III nicht geändert- da das 3"-Display direkt links
angeordnet ist, verschmiert man mit seiner Nase ziemlich oft das
Display.
Erfreulich ist
auch, dass die 1d
Mark IV weiterhin mit dem alt bekannten Multikontroller-Joystick
ausgestattet ist, der in vielen Fällen das Bedienen der Kamera über
das Hauptkontrollrad und dem Schnelleinstellrad überflüssig macht
(z.B. bei der Bedienung des Menüs oder beim Navigieren durch
vergrößerte Bildanzeigen). Weiterhin gibt es eine LCD-Anzeige mit
den wichtigsten Infos auf der Rückseite, die sich aber lediglich von
der Anordnung und dem Design der Elemente ein wenige geändert hat.
Auch die obere LCD-Anzeige hat sich im wesentlichen nicht geändert.
Etwas
unpraktisch finde ich allerdings, dass man, um das
Schnelleinstellrad benutzen zu können, den Power-Schalter auf
Position 2 stellen muss und es nicht mehr, wie beim Vorgänger, einen
extra Schalter gibt. Dass ist für Umsteiger erst mal
gewöhnungsbedürftig. Geblieben sind auch die abgedichteten
Kameraelemente, die einen Spritzwasserschutz gewährleisten.
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Handling
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Das Handling hat
sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert. Auch die Mark IV hat
den Lithium-Ionen-Akku mit 2300mhA und
11,1V der Mark III. Dieser hält, wie bei der Mark III ewig und
reicht bei normaler Benutzung für rund 4000 Fotos. |
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Fotografieren
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Kommen wir nun
zum wichtigsten Teil - dem Fotografieren. Ein angenehmes
Arbeiten ermöglicht der große, helle Sucher. Ebenso angenehm fällt das
das
Spiegelschlaggeräusch auf, dass sehr dezent gehalten worden
ist. Wer es noch leiser mag, für den gibt es jetzt einen Silent-Mode,
bei dem der Spiegel zwar genauso schnell hoch aber langsam wieder
runter gelassen wird. Diesen nutze ich vor allem bei
Hochzeitsfotografie, wo ich die Hochzeitsgesellschaft nicht durch
ständigen Spiegelschlag stören möchte.
Einen viel
positiveren Eindruck mach das neue 3"-Display, was wohl daran liegt, dass es
nun angemessene 920.000 Pixel hat, womit man direkt am Display schon
die Schärfe der Fotos beurteilen kann. Beeindrucken ist weiterhin die
Geschwindigkeit, mit der die Mark IV zwischen Fotos umschaltet.
Wenn man also das Hauptwahlrad zügig dreht, kommen die Fotos im
Display zügig mit.
Eine wesentliche
Veränderung hat sich beim Autofokus getan. Hatte die Mark III doch
immer wieder Probleme mit dem Autofokus (wurde zum Teil durch den
Hardware-Fix behoben), hat man nun einen Autofokus, der einer
Profiactionkamera würdig ist. Wenn er nicht durch den AF-Motor des
Objektives (wie z.B. beim 1,2/85 L) gibt es keine Bewegung, der er
nicht folgen kann. Das gilt sogar für einen Falken im Sturzflug,
sofern man es schafft, den Falken bei der Geschwindigkeit im Sucher
zu halten. Ein Wahnsinn ist dabei die Datenmenge, die
bei 10B/s und dem riesigen Pufferspeicher erzeugt wird. Wer den
Dauerfeuermodus liebt, der kann sich schon mal nach ein paar neuen
Externen Festplatten umschauen, denn selbst Jpg-Dateien haben in
Qualitätsstufe 10 (AdobeRGB) rund 10 MB.
Praktisch ist
dabei auch, dass man die AF-Punkte schnell mit dem
Multifunktionsjoystick wechseln kann. Außerdem gibt es die
Möglichkeit, einen Af-Punkt fürs Hoch- und Querformatfotografieren
festzulegen.
Ein Tipp noch
für die Verwendung der Mark IV: Unbedingt im Menü unter den
Individualfunktion unter C.FnIII unter Nr. 5 die Schärfensuche auf
"ein" umschalten, da ansonsten der AF im Servobetrieb wenn die
Kamera das anvisierte Ziel verloren hat, auch nicht im AF-Bereich
nach einem möglichen Ziel sucht. D.h. z.B. ganz konkret, dass die
Kamera einen grau-braunen Seeadler vor einem Schilfgürtel auch nicht
mehr sucht, wenn man ihn aus dem AF-Feld verloren hat.
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Bildqualität
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Die Bildqualität
hat sich,
gegenüber der 1d Mark III noch einmal verbessert. Daneben ist die
Bildgröße von 3888x2592 Pixel auf 4896x3264 Pixel gestiegen, was es
einem ermöglicht, doch noch den ein oder anderen Ausschnitt zu
machen und trotzdem noch Fotos auf DIN-A3-Größe in guter Qualität
auszudrucken.
Erfreulich ist
besonders, dass noch mal verbesserte Rauschverhalten. So ist der ISO
3200 durchaus mit dem ISO 1600 der 1d Mark III zu vergleichen.
Diese Tatsache ist besonders erfreulich für die Hallensportfotograf
unter uns, für die es immer ein bissel zu wenig Licht gibt. Und als
kleinen Bonbon gibt es ja nun auch noch ISO 12800 - was immer noch
akzeptable Fotos erlaubt (zumindest für die meisten Printmedien).
Out of the Box machen die Jpg-Fotos einen guten Eindruck, der, falls
die Kamera gut eingestellt ist, kaum noch der Nachbearbeitung
bedarf, was für Sportfotografen eine große Arbeitserleichterung
darstellt.
Hier mal noch
drei kurze Testfotos (100%-Crop ohne Nachbearbeitung) des
Rauschverhaltens, qualitativ nicht besonderes:
ISO 3200
ISO 4000
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Fazit
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Die 1d Mark IV
stellt den Höhepunkt der Entwicklung der bisherigen 1er-Reihe dar:
Verbesserungen/Vorteile:
Schnelles und zielgenaues AF-System dank 45 AF-Messfeldern, davon
39 Kreuzsensoren
High-Speed-Serienbildmodus mit bis zu 10B/s
Leistungsfähiger Akku
Übernahme der
Multifunktionsjoysticks aus der Reihe der 10d, 20d, 30d
Wegfall der
"Zweihand-Bedienung" (Taste gedrückt halten plus eines der Drehräder
bedienen)
großer
Pufferspeicher
umfangreiches
Menü mit vielen Einstellmöglichkeiten
Staub- und
Spritzwassergeschützes Gehäuse
16,1 MPixel (ist
zwar nicht elementar wichtig, aber man kann nun doch noch den
ein oder anderen Ausschnitt wagen)
Verbesserung des
Rauschverhaltens um mindestens eine Stufe gegenüber der 1d Mark III
3"-Display mit
920.000 erlaubt schon eine Schärfebeurteilung in der Kamera
Nachteile:
das Schnellwahlrad auf der Rückseite lässt sich nur noch aktivieren,
in dem man den Power-Schalter auf Pos. 2 stellt.
Durch das
größere Display und dem damit einhergehenden verschwinden der Knöpfe
am linken Kamerarand, "verschmiert" man mit der Nase ständig das
Display.
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