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Erste Eindrücke zur Canon EOS 1d Mark III
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Äußerer Eindruck:
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Äußerlich
gleicht die 1d Mark III auf den ersten Blick der bisherigen 1d Mark
II N. Als erster Unterschied sticht der silberne Blitzschuh auf der
Kameraoberseite ins Auge. Auch auf der Rückseite der Kamera hat sich
so einiges geändert. So sind die auf der 1d Mark II N bisher links
angeordneten Bedienknöpfe verschwunden. Lediglich die Knöpfe für
"Menu" und "Info" sind geblieben, jetzt aber links neben dem Sucher
angeordnet. Notwendig geworden war die durch die Vergrößerung des
Displays auf 3,0 Zoll. Leider bringt die Änderung des Designs auch
einen Nachteil - da das 3"-Display direkt links angeordnet ist,
verschmiert man mit seiner Nase ziemlich oft das Display, zumindest,
wenn es etwas wärmer ist und man leicht anfängt zu schwitzen (mit
Sonnencreme auf der Nase wird´s bestimmt noch besser:-)) ).
Auch rechts
neben dem Display hat sich einiges geändert. So hat sich das alte
Design verabschiedet und es ähnelt nun eher den Kameras der Reihe
10d, 20d und 30d. Erfreulich aus meiner Sicht in sofern, dass die 1d
Mark III nun auch mit dem alt bekannten Multikontroller-Joystick
ausgestattet ist, der in vielen Fällen das Bedienen der Kamera über
das Hauptkontrollrad und dem Schnelleinstellrad überflüssig macht
(z.B. bei der Bedienung des Menüs oder beim Navigieren durch
vergrößerte Bildanzeigen). Weiterhin gibt es eine LCD-Anzeige mit
den wichtigsten Infos auf der Rückseite, die sich aber lediglich von
der Anordnung und dem Design der Elemente ein wenige geändert hat.
Auch die obere LCD-Anzeige hat sich im wesentlichen nicht geändert.
Neu ist allerdings, dass die beiden LCD-Anzeigen nun in blau
leuchten, falls man die Beleuchtung einschaltet. Ebenfalls neu sind
die, auf der von hinten gesehen linken Kameraseite, angebrachten
Halterungen für die Wireless-File-Transmitter-Einheit.
Etwas
unpraktisch finde ich allerdings, dass man, um das
Schnelleinstellrad benutzen zu können, den Power-Schalter auf
Position 2 stellen muss und es nicht mehr, wie beim Vorgänger, einen
extra Schalter gibt. Dass ist für Umsteiger erst mal
gewöhnungsbedürftig. Geblieben sind auch die abgedichteten
Kameraelemente, die einen Spritzwasserschutz gewährleisten.
Ergänzung: Interessanter
Weise bei der 1d Mark III gegen über den bisherigen Canon
DSLR-Modellen die Befestigung für die Augenmuschel bzw. den
Winkelsucher geändert worden. War es bisher der Anschluss EC-C (wie
bei 1er, 5d, 10d-30d und 300d-400d) dieser auf den Anschluss der
analogen 3er geändert worden. Somit lassen sich nun
NoName-Winkelsucher nicht mehr benutzten, es sei denn man bekommt
irgendwo her einen entrechenden Adapter. Der Winkelsucher "C" aus
dem Hause Canon hat einen entsprechenden Adapter Ed-C im
Lieferumfang.
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Handling
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Zunächst einmal
fällt beim Auspacken der Kamera auf, dass der Akku ein komplett
neues Model ist - erstmalig ein Lithium-Ionen-Akku mit 2300mhA und
11,1V. Laut Handbuch soll dieser für rund 2300 Fotos reichen, was
aber noch etwas untertrieben scheint, da ich gerade mit einer
Akku-Ladung 1440 Fotos gemacht habe und der Akku noch zu 78% voll
ist. Angenehm ist ebenfalls, dass der Akku kleiner ist, weniger
wiegt und der bisherige Sicherheitsriegel verschwunden ist. Geöffnet
wir das Akkufach nur noch mit dem Drehknebel an der Seite. Somit
kann man den Akku auch locker mit einer Hand auswechseln. Die
Bedienung mit den neuen Bedienelementen und der neuen Menüführung
ist einfach und logisch aufgebaut. Auch Umsteiger von der 1d Mark II
N haben sich nach kurzer Zeit an dieses Bedienkonzept gewöhnt,
welches eine schnellere Bedienung der Kamera möglich machen.
Ergänzung:
Habe nun mit der Kamera auf zwei Leichtathletiksportfesten, einem
Fotoshooting und einen Besuch in der Adlerwarte fotografiert, ohne
den Akku nachzuladen - Resultat: über 5600 Fotos und Akku ist
erst bei 15 %, obwohl ich immer wieder die Fotos am Bildschirm
kontrolliert habe!! - Ich bin begeistert über dieses Energiewunder:-))
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Fotografieren
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Kommen wir nun
zum wichtigsten Teil - dem Fotografieren. Ein angenehmes
Arbeiten ermöglicht der neue Sucher, der scheinbar noch ein bissel
größer und Heller geworden ist. Ebenso angenehm fällt das neue
Spiegelschlaggeräusch auf, dass ein wenig dezenter gehalten worden
ist. Wer es noch leiser mag, für den gibt es jetzt einen Silent-Mode,
bei dem der Spiegel zwar genauso schnell hoch aber langsam wieder
runter gelassen wird. Ob man damit aber Tiere beim Ansitz weniger
erschreckt - die Erfahrungen werden es zeigen. Echt beeindruckend
ist auch die Zielgenauigkeit und Geschwindigkeit des AF, der, wenn
man ein wenig geübt ist, eine Ziel, dass er einmal erfasst hat, so
schnell nicht wieder los lässt. Dabei lässt er sich auch von den
10B/s nicht groß aus der Ruhe bringen. Eingehendere Test werden aber
auch hier noch folgen. Ein Wahnsinn ist dabei die Datenmenge, die
bei 10B/s und dem riesigen Pufferspeicher erzeugt wird. Wer den
Dauerfeuermodus liebt, der kann sich schon mal nach ein paar neuen
Externen Festplatten umschauen, denn selbst Jpg-Dateien haben in
Qualitätsstufe 9 (sRGB) zwischen 2 und 6 MB.
Einen etwas
negativen Eindruck mach der neue 3"-Display, der gerade im Menümodus
etwas pixelig wirkt, was wohl daran liegt, dass er nach wie vor nur
ca. 230.000 Pixel hat. Beeindrucken ist allerdings die
Geschwindigkeit, mit der die Mark III zwischen Fotos umschaltet.
Wenn man also das Hauptwahlrad zügig dreht, kommen die Fotos im
Display zügig mit.
Ergänzung:
Habe an der Mecklenburger Seenplatte Hirschkühe fotografiert - erst
im Silent-Mode um sie nicht zu erschrecken - nachdem sie sich aber
vom Auslösegeräusch nicht irritieren ließen wurde ich mutiger und
stellte auf Normal-Modus. Resultat: Auch hiervon ließen sie sich
nicht aus der Ruhe bringen und sie kamen sogar auf unter 10m an mich
heran. Vom Autofocus bin ich nach wie vor begeistert - muss
allerdings sagen, dass ich bisher nur bei trüben Wetter
fotografieren konnte. Ein Autofocusproblem bei grellem Licht, von
dem in einigen Internetforen berichtet wird, kann ich weder
bestätigen noch verneinen. Positiv aufgefallen ist mir allerdings,
dass der Autofocus bei weiter entfernten Objekten (wie z.B.
Greifvögeln) wesentlich präziser arbeitet als der der 1d Mark II N
und wenn er einmal sei Ziel hat, hält er es auch sicher. Hat der AF
durch den Benutzer einmal sein Ziel verloren - so z.B. bei
schlechtem Wetter mit wenig Kontrast, so dauert es bei 10b/s
durchschnittlich 3 Bilder (also 2 unscharfe und dann wieder scharf)
zumindest bei meinen Tests in Verbindung mit einem 4,0/400er DO.
Ein Tipp noch
für die Verwendung der Mark III: Unbedingt im Menü unter den
Individualfunktion unter C.FnIII unter Nr. 5 die Schärfensuche auf
"ein" umschalten, da ansonsten der AF im Servobetrieb wenn die
Kamera das anvisierte Ziel verloren hat, auch nicht im AF-Bereich
nach einem möglichen Ziel sucht. D.h. z.B. ganz konkret, dass die
Kamera einen grau-braunen Seeadler vor einem Schilfgürtel auch nicht
mehr sucht, wenn man ihn aus dem AF-Feld verloren hat.
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Bildqualität
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Die Bildqualität
hat sich, sofern sich das nach einem kurzen Test beurteilen lässt,
gegenüber der 1d Mark II N noch einmal verbessert. So ist die
Bildgröße von 3504x2336 Pixel auf 3888x2592 Pixel gestiegen, was es
einem ermöglicht, doch noch den ein oder anderen Ausschnitt zu
machen und trotzdem noch Fotos auf DIN-A3-Größe in guter Qualität
auszudrucken.
Erfreulich ist
besonders, dass noch mal verbesserte Rauschverhalten. So ist der ISO
3200 durchaus mit dem ISO 1600 der 1d Mark II N zu vergleichen.
Diese Tatsache ist besonders erfreulich für die Hallensportfotograf
unter uns, für die es immer ein bissel zu wenig Licht gibt. Und als
kleinen Bonbon gibt es ja nun auch noch ISO 6400 - was immer noch
akzeptable Fotos erlaubt (zumindest für die meisten Printmedien).
Out of the Box machen die Jpg-Fotos einen guten Eindruck, der, falls
die Kamera gut eingestellt ist, kaum noch der Nachbearbeitung
bedarf, was für Sportfotografen eine große Arbeitserleichterung
darstellt.
Hier mal noch
drei kurze Testfotos (100%-Crop ohne Nachbearbeitung) des
Rauschverhaltens, qualitativ nicht besonderes:
ISO 1600
ISO 3200
ISO 6400
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Fazit
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Die 1d Mark III
ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bisherigen 1er-Reihe
mit vielen sinnvollen Verbesserungen, die sich viele Fotografen
schon länger gewünscht haben, als da wären:
Verbesserungen/Vorteile:
Leistungsfähigerer Akku, mit einerfacherer Bedienung
Übernahme der
Multifunktionsjoysticks aus der Reihe der 10d, 20d, 30d
Wegfall der
"Zweihand-Bedienung" (Taste gedrückt halten plus eines der Drehräder
bedienen)
Verbessertes
(schnelleres) AF-System
High-Speed-Serienbildmodus mit bis zu 10B/s bei dem sich die
Geschwindigkeit der B/s nun über das Kameramenü ohne PC direkt
ändern lässt.
größerer
Pufferspeicher
auch viele
andere Einstellung, wie z.B. minimal und maximale Blende, min und
max Belichtungszeit lassen sich nun ohne PC direkt übers Menü
steuern.
10 MPixel (ist
zwar auch nicht elementar wichtig, aber man kann nun doch noch den
ein oder anderen Ausschnitt wagen)
Staubgeschützter
Sensor (ist zwar nicht elementar wichtig, aber für machen
Outdoorfotografen nicht uninteressant):
Verbesserung des
Rauschverhaltens um mindestens eine Stufe gegenüber der 1d Mark II N
Einführung des
ISO 6400-Bereiches (gerade für Hallensportfotografen nicht
uninteressant)
größerer und
hellerer Sucher.
"Verschlechterung"/Nachteil:
das Schnellwahlrad auf der Rückseite lässt sich nur noch aktivieren,
in dem man den Power-Schalter auf Pos. 2 stellt.
Durch das
größere Display und dem damit einhergehenden verschwinden der Knöpfe
am linken Kamerarand, "verschmiert" man mit der Nase ständig das
Display.
Display hat
trotz Vergrößerung nur 230.000 Pixel, wodurch er manchmal "pixelig"
wirkt.
Probleme mit 1d Mark III
Wie
inzwischen auch Canon bestätigt hat, arbeitet die 1d Mark III nicht
immer ganz zuverlässig. So hat der AF im AI Servo-Betrieb manchman
Schwierigkeiten damit, auf dem anvisiertem Objekt zu bleiben. In
wieweit man davon betroffen ist hängt natürlich ganz vom
Einsatzgebiet der Mark III ab. Wer sie wie ich größtenteils für die
Fotografie von kleinen und schnell bewegten Objekten benutzt ist da
sicherlich stärker betroffen, als jemand, der größere und langsame
Bewegungen fotografiert.
Ein weiteres
Problem bei der Mark III ist der zufällig auftretende Error 99 - für
den es aber noch keine zutreffende Erklärung gibt. Meiner Meinung
nach tritt dieses Problem vermehrt auf, wenn die Kamera in kalter
Umgebung eingesetzt wird.
Bleibt also
zu hoffen, dass Canon in diesen beiden Punkten schnellstmöglich für
Abhilfe sorgt.
Update: Meine 1d Mark III
wurde zwischenzeitlich gefixt, wobei die Submirror-Einheit und ein
Stopper des Spiegels getauscht wurden. Die Probleme mit dem Error 99
sind behoben, in wieweit der AF nun besser arbeitet werde ich nach
eingehenden Test hier berichten.
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